2017-06-28

Heute …

… stand ich in der Küche und da waren auf der Straße Töne. Komische Töne. Sehr sehr komische Töne. Töne, die klangen nach … Not, Hilfe, nach Verzweiflung. Nach etwas ganz Schlimmen.

Unter dem Strich war es ein junger Mann, der Kopfhörer aufhatte und lauthals und sehr sehr sehr sehr sehr falsch mitsang. Es geht doch nichts über einen Stimmenbruch.

Aber das Schöne war, dass gleichzeitig mit mir, die ich aus dem Küchenfenster lauschte vom Balkon gegenüber ein Paar über die Reeling blickt und „Sie”* dabei offensichtlich vergessen hatte, dass sie zwar einen Schlüpfer trug (es ist heute etwas wärmer hier als im Rest der Republik) und sonst oben rum nix. Und das wiederum wirkte doch recht komisch. (Es ist in der Tat merkwürdig, kennt man Nachbarn nicht den Namen aber dafür die Art der Unterwäsche und Brustform.)

Und wie gerne würde ich diesem jungen Mann nun mitteilen wollen, dass sein Gesang (ohne Wertung) dazu geführt hatte, dass ihm eine halbnackte ältere (ohne Wertung) Frau hinterher gesehen hätte – was seinem pubertären Ego wahrscheinlich unheimlich gut tun würde.

Ach. Hach.

Es ist unglaublich, wie wirklich falsch Menschen singen können. Das birgt ein großes Charmepotential … muss man es nur wenige Minuten ertragen.

* SIE hat IHM übrigens später auf dem Balkon noch nie die Brust und Achselhaare rasiert. Was man noch alles sehen kann vom ersten Stock hoch in den Dritten.

2017-06-27

Hup' it, Baby!

Vorhin auf dem Weg zum Markt, kurz vor der Kottbusser Brücke. An der bekannten Stelle Abfahrt Mariannenstraße/Paul-Lincke-Ufer kleiner Verkehrsstau. Wie wir alle wissen, lösen sich solche Problemfälle im Straßenverkehr deutlich schneller, besser, effektiver, bunter, wenn man laut hupt. Nur die ganz besonders smarten Insider wissen, dass sich solche Problemfälle mindestens genauso schnell, gut, effektiv, bunt, wenn man nicht hupt.

Heute aber hatte einer gehupt. Daraufhin hupte jemand zurück. Und dann noch einer. Und noch einer. Und weil das so witzig wie bekloppt war, hupten noch ein paar. Nur so zum Spaß. Melodisch. Je mehr Autos auf die Brücke fuhren, um so mehr hupten. In Melodie, voller Lust und Freude am Hupen.

Plötzlich lachten alle. Das war schön. Also ruhig mal hupen. Aber lustig hupen!

2017-06-23

Scham

Wann habt Ihr Euch das letzte Mal geschämt? Also für Euch selbst? Weil Ihr etwas getan, gedacht oder gesagt habt?

Mir passiert das … nicht so selten. Womöglich aber sind auch die Ansprüche, die an mich selbst stelle, keine kleinen. Zum Beispiel muss ich mich ständig korrigieren, einfach weil ich ab und zu in alte Denkstrukturen verfalle, die ich längst habe hinter mir lassen wollen. Was mir aber nicht zufliegt, denn natürlich bin ich ein Produkt meiner Umwelt und meine frühere Umwelt hat eben anders gedacht als ich es über die Jahre später besser und anders vermittelt bekommen habe und dennoch bin ich vorher geimpft worden und bekomme die restlichen Spuren dieses Impfpräparates immer noch nicht ganz aus dem Körper und so passiert es, dass ich manchmal einen Gedanken habe, ganz passiv gedacht, den ich dann aktiv aus dem Gehirn schubsen muss, weil mein heutiges Ich ihn gar nicht denken möchte aber mein altes Ich mir einen Streich spielt. Geimpft.

Und dann schäme ich mich.

Oder neulich, da habe ich mich auch geschämt. So richtig geschämt. Weil ich angepasst war, fremd gesteuert. Mich in einer von z. B. einer Fernsehkultur ganz merkwürdig auf kulturelle Verhaltensweisen angepassten Meinung wiedergefunden habe, die ursächlich einfach falsch ist, nur falsch sein kann. Und da war ich schon auf dem Weg falsch zu handeln. Bis mir dann auffiel, dass hier etwas ganz falsch läuft und ich nur noch halb korrigieren konnte – aber dann da erst mal saß mit meiner Scham. An einem hellen, sonnigen, sehr heißen Tag. An einem fast perfekten Strand, an einem perfekten Meer in einem perfekten Moment. Bis meine Scham sich auf meiner Liege gemeinsam mit mir breit machte, ihre Nähe mir den Schweiß am Körper entlang liefen ließ und wir beiden gemeinsam aushalten mussten. Scham im Arm unter dem Sonnenschirm.

Und das kam so:

Ich war also in diesem Italien. Und so schön dieses Apulien eben auch ist, so zeigt es hier und dort eben auch genau jene Probleme, die wir hierzulande zu sehen bekommen. Menschen, aus fernen Ländern in eine bessere Zukunft flüchtend und damit ist nicht alleine eine wirtschaftliche bessere Zukunft gemeint, sondern überhaupt nur in eine Zukunft. Wer ab und an die richtigen Zeitungen liest, die richtigen Fernsehsender sieht, also solche, die schon lange auf Probleme anderer europäischer Länder mit Flüchtlingen aufmerksam machten, lange bevor Syrien ein Thema überhaupt war, der weiß, dass Italien schon sehr lange der Ort ist an dem Flüchtlinge anlanden, die sich aus Afrika auf den weiten Weg gemacht haben. Der kennt deren Lebensumstände, illegal, in Wäldern lebend. Seit Jahren. Sich mit irgendwelchen Jobs ein Leben zu verdienen versuchen, dort, in einem Land in dem ganze andere Menschen auch arbeitslos sind ohne Flüchtling zu sein, nicht die Landessprache zu sprechen.

Und so wird man als Journalist durch Apulien im klimatisierten Bus gefahren und man sieht sie stehen, an den Landstraßen, die hübschen Frauen, dunkelhäutig mit bunten Perücken, die dort das besondere visuelle Merkmal für eine öffentliche Dame zu sein scheinen. Mit hochgeschnürtem Dekolleté und kurzen Röcken stehen sie da den ganzen Tag in der prallen Sonne ungeschützt an Zufahrtsstraßen und signalisieren die Bereitschaft sexuelle Dienstleistungen anzudienen. Und bei aller – oder eben wegen aller – Aufklärung hat man ein Gefühl, diese Frauen sind ganz sicher nicht aus ihrem Land in eine ferne Heimat geflohen mit einer Vorstellung dort jemals im Straßenstaub in der Hitze auf unbequemen Schuhe zu stehen, die in dieser Landschaft unwirklicher nicht wirken könnten, und die sexuellen Vorlieben ihnen unbekannter Männer zu bedienen.

Und später als uns unser Ausflug an das Meer führt, wo wir wieder mit dem klimatisierten Bus bis fast an das Meer heran gefahren werden und uns vom Veranstalter die Liegen und Sonnenschirme bezahlt werden, damit wir dort drei Stunden eintauchen dürfen in das herrliche Nass, uns wie Touristen fühlen dürfen, die Wärme unter dem schützenden Schirm ganz gut aushaltend, da laufen dann dort die männlichen Pendants durch den Sand. Den ganzen Tag lang auf und ab in der Hitze, Tücher schwenkend, die mit orientalischen Motiven oder Strickbikinis ein bisschen heile kommerzielle Welt versuchen zu verbreiten. Die mit geschultem Blick sofort erkennen, wo ein Tourist gerade etwas interessierter auf das jeweilige Stück Stoff guckt und dann direkt auf diese zustürzen, immer eine Nummer zu überbereit und mit sehr gebrochenem Italienisch ihr zu verkaufendes Hab und Gut sofort auf die Liegen packen, magere Vielfalt offenbaren und ihre Produkten andienen.

Ich hatte die Männer natürlich schon vorher betrachtet und ihre Anwesenheit hatte die für mich organisierte Übersetzerin und mich längst in eine Diskussion über die Flüchtlingssituation in Italien und Deutschland manövriert, ein kleines bisschen absurd wirkten wir beide in diesem perfekten Moment, dabei ein Eis essend und jeder lernte vom anderen etwas über die Sozialleistungen des anderen Landes.

Da kam ein Mann heran, der eine dieser Decken in der Hand hielt, die bei mir sämtlich Konsumampeln ohne Zwischenphase auf grün stellte: Elefanten in rot und schwarz auf einer blau, fast türkis wirkenden Decke mit Ornamenten. Und während ich sie schon lautstark aus der Ferne bewunderte, fragte ich meine Begleitung, was diese Decke wohl kosten würde und sie antwortete „Die meisten nehmen 15 Euro aber Du musst handeln!” und ich fragte, was man generell so bezahlen solle, was sie mit dem Tipp von üblicherweise zehn Euro zurück gab.



Handeln. Ja. Nun ist bekannt, dass in Ländern mit reichen Touristen ein Handel floriert, weil die einen schöne Dinge haben, die in der Sonne und Urlaubslaune viel heller leuchten, schöner strahlen und plötzlich ganz wichtig zu besitzen scheinen. Und Menschen diese Dinge anbieten, die oft Designnamen tragen, dessen Hersteller nichts mit ihnen gemein hat, man verkohlt wird, man diesen Straßenhändlern nichts glauben soll, dass die Ware, die sie verkaufen viel zu teuer sind für im Vergleich … ja zu was eigentlich im Vergleich? Weil eine Porsche-Brille am Strand gekauft für sehr wenig Geld gar keine originale Porsche-Brille ist? Das wissen wir doch mittlerweile wohl alle, dass wir ein Fake kaufen – so bewusst – dass man nun wirklich nicht mehr sagen kann, man wäre dabei einem Fake aufgesessen.

Aber dieses Produkt hier am Strand ist da und es wurde produziert. Und es wurde genauso von Menschen doch auch produziert wie wohl auch die hochwertigeren Produkte, denen zumindest die ordentlichen Verträge erlauben unter einem echten Designernamen vertrieben zu werden, was längst nicht mehr heißen muss, dass sie aus hochwertigerem Material oder unter besseren Arbeitsbedingungen wirklich produziert worden sind.

So hatte also der dunkelhäutige Deckenverkäufer an diesem Strand natürlich sofort entdeckt, dass sich zwei Frauen über ihn und seine Ware unterhielten und steuerte direkt auf uns zu einen Psalm italienischer Worte auf uns niederprasselnd, die ich mit etwas Englisch abwerte, während meine Begleitung, denn ich hatte im Vorfeld meinen Kaufwunsch ihr gegenüber geäußert (Elefanten! Auf türkisfarbiger Decke!), anfing mit ihm in das übliche Preisritual der Strandgeschäfte einzusteigen, sinngemäß: „Was soll die Decke kosten?” „Fünfzehn Euro.” „Ah, das ist zu viel! Wir zahlen zehn Euro!” „Nein, das ist zu wenig, zwölf Euro.” Und dann machte er relativ schnell klar, dass er seine zwölf Euro sich nicht unterbieten lassen würde. In der Zwischenzeit zeigte er mir alle verfügbaren Elefantendecken, die er bei sich führte – bzw. andere Motive. Aber die interessierten mich alle nicht, weil ich doch nun mal meine Liebe längst den rot-schwarzen Elefanten auf der türkis gefärbten Decke geschenkt hatte – was er nicht wissen konnte. Und weil er so früh uns diktieren wollte, dass er unter zwölf Euro sich nicht handeln lassen wollte, sagte ich leicht arrogant „Okay!” und gab ihm all die Decken zurück, als Zeichen, dass ich nicht für zwölf Euro kaufen wollte. Was er aber missverstand und mein „Okay!” als Zusage missdeutete.



Und da – ganz plötzlich – es schoss mir wie ein Blitz in den Kopf, da schämte ich mich! Auf so vielen Ebenen, die kann ich Euch gar nicht alle erklären. Ich schämte mich, weil ich überhaupt gehandelt hatte, denn was ich da in den Händen gehalten hatte, das war kein leichtes Badetuch, das man sich um den Körper wickelt. Es war eine feste, dicke und sehr große, aus einer dichten schweren Baumwollen, fast Leinen, hochwertig bedruckte Decke – und diese Decke war deutlich mehr als nur 15 Euro wert. Mir wurde klar, was das für ein – im Grunde – mieser Preis schon war, denn es war eben gar kein mangelhaftes Produkt aus billigem Stoff.

Diese Decke war ihr Material wert, sie war ihre kunstvolle Gestaltung wert, sie war es verdammt noch mal wert, dass man dies alles bezahlt: dass man die Menschen bezahlt, die die Baumwolle ernteten; dass man die Menschen bezahlt, die den Stoff webten, dass man die Menschen bezahlt, die in den Ländern in der giftigen Kloake stehen, wo solche Stoffe gefärbt und bedruckt werden, dass man die Menschen bezahlt, die für den Transport sorgen, dass man die Menschen bezahlt, die den ganzen Tag im Kaftan an Stränden hoch- und runter laufen müssen in sengende Hitze und auf die Blicke von Touristen achten müssen oder Handzeichen erkennen müssen, um sich jedes Mal dieses gottverdammte Spiel einer Pseudohandelei geben müssen, nur weil in irgendwelchen Tourismusführern steht, man sollte ja bloß handeln, sonst würde … ja, was eigentlich? Würden diese Menschen nach Hause gehen und sagen, „die waren so blöd und haben diese hochwertige Decke immer noch viel zu billig für den Einstiegspreis von 15 Euro eingekauft?

Ich habe mich geschämt, weil ich im Grunde ab dem Moment in dem ich den Stoff das erste Mal berührt hatte, hätte sagen müssen „Hier, da sind die 15 Euro!” und gut ist es, weil ich – spätestens seit ich selber nähe – doch weiß, was ein guter Stoff kostet. Und dass 15 Euro für 2 x 2 Meter einfach spottbillig sind. Und ich weiß, dass ich in den dementsprechenden Läden hier in Berlin für Decken ähnlicher Qualität mindestens das Fünffache ausgeben würde.

Ich habe mich geschämt, auch weil für mich 15 Euro durchaus 15 Euro sind aber ich eben in der glücklichen Lage bin in einem Land in einem Wirtschafts- und Sozialsystem zu leben, wo man 15 Euro haben kann, weil man überhaupt Geld erhält – was in anderen europäischen Ländern nicht der Normalfall ist und da gehört Italien durchaus auch dazu. Wo man trotz aller Not ein Zuhause haben kann. Von meinen persönlichen glücklichen Umständen diese Reise überhaupt machen zu dürfen, dort am Strand zu liegen, in diesem wundervollen Meer zu baden, ganz abgesehen.

Man, habe ich mich geschämt! Und dann habe ich mich nicht einmal getraut ihm doch die 15 Euro zu geben, weil ich ihm meine Gedanken so in der Kürze gar nicht hätte erklären können, meiner Begleitung auch nicht und ich Sorge gehabt habe, ihn eventuell dann auch noch in seinen Stolz zu verletzen.

Ich möchte mich nicht mehr schämen müssen, nur weil irgendwo steht man solle in fernen Ländern bloß handeln, weil man das eben so tut oder weil man angeblich für sein Geld keine Qualität erhält. Doch man erhält Qualität! Man erhält immer etwas für das andere Menschen geschwitzt, gearbeitet und gelitten haben – und am Ende noch dafür am wenigsten etwas zurück gegeben bekommen.

Tally liebt die Decke übrigens auch so wie ich. Diese Elefanendecke kann so viel bewegen: Katzen glücklich machen, Menschen sich schämen lassen, Menschen demütig machen, sie zum Nachdenken bringen, Entwicklungen bei ihnen anstoßen.

2017-06-21

Shiinchen …



hat letzte Woche ein sehr liebes Futterpaket via Wunschliste geschickt bekommen und liegt daher anmutig auf dem Balkon und guckt niedlich. Ich habe auch ein liebes Wunschpaket bekommen und gucke daher auch sehr niedlich, sehe aber weniger anmutig aus, weswegen ich mich besser nicht fotografiere.

Wir sagen aber alle beide DANKESCHÖN!

Die Oma ist tot

Die Oma meiner Freundin ist kurz nach Ostern gestorben. Ihr erinnert Euch?

Weihnachten hatte meine Freundin schon so ein Gefühl aber da haben wir sie mit vielen Besuchen, ebenso vielen Sprotten (Omas Lieblingsessen) und ein paar ordentlichen Hinterntritten in des im gleichen Haus ansässigen, gerne die elektronischen Gesundheitskarten der älteren Damen der Demenz-WG sich auf sein Konto buchen lassende, sich sonst aber nicht weiter um die Damen kümmernde Hauarzt, der sich dann doch nach einige Szenen ihrer Schmerzen medikamentös annahm, wieder hinbekommen. Und zwar ohne großes Untersuchungsgedöns, die Enkeltochter (und da bin ich inhaltlich voll bei ihr), war nämlich der Meinung, dass es überhaupt nicht von Interesse ist, ob die Dame nun mit 103 Jahren ein Magenkarzinom eventuell hätte oder nicht. Das man ihr einfach Schmerzmittel geben sollte und gut ist es die wenige Zeit, die sie aus offensichtlichen Gründen noch leben würde.

Oma wollte unbedingt noch 105 Jahre alt werden. Denn sie wollte unbedingt den Köpenicker Bürgermeister treffen, weil sie ihm ein paar Dinge zu sagen hatte. Darauf hatte sie sich schon sehr zu ihrem 100. Geburtstag gefreut, da ließ aber das Bürgermeisteramt verlauten, der Bürgermeister käme nun nur noch zu den 105-Jährigen, ihm würden zu viele Leute mittlerweile 100 Jahre alt werden, das bekäme er nicht mehr im Terminplan unter. Tsja, nun kann er Oma nicht mehr kennenlernen, diesen klugen, direkten, herzlichen, immer die Wahrheit sagenden Menschen. Wer keine Zeit hat, versagt sich damit durchaus Chancen!

Im Februar ist Oma dann doch noch 104 Jahre alt geworden. Immer stolz darauf eigentlich noch die Fitteste in ihrer WG zu sein. Was sie – zumindest immer dann, wenn ich da war – auch wirklich war. Ihre Enkeltochter hat sie immer erkannt, die war ihre große Liebe. Mich guckte sie immer an als wäre da im Hintergrund etwas gewesen. Aber schlussendlich kam ich immer mit der Enkeltochter, also musste ich okay sein. Und ich kümmerte mich und machte Späße mit, was war es da von Interesse, ob sie sich an mich erinnerte oder nicht? Es war zu schön zu sehen, wenn die beiden, Oma und Enkeltochter, sich in die Augen guckten und ihre Witze rissen voller Liebe, Vertrauen und Zärtlichkeit, da ist einem das Herz übergeblubbert vor lauter Freude. Was für ein Glück, sie zusammen zu sehen.

Oma hatte eines Tages schwarzen Stuhl, was soviel bedeutet wie Blut im Stuhl und die Pflege ist dann angewiesen dafür zu sorgen, dass die ihr anvertrauten Menschen bestmögliche ärztliche Versorgung erhalten, also sorgten sie für die Einweisung ins Krankenhaus. Dort stellte man nach unangenehmen Untersuchungen fest, die Oma nun natürlich nicht verstehen konnte, dass sie Blutungen im Magen hätte und man fing an die im Sterbeprozess aufgehenden Gefäße unter Betäubung zu veröden.

Das war der Moment als meine Freundin endlich davon erfuhr, ihrerseits ins Krankenhaus fuhr und Himmel und Hölle heiß machte, damit Oma wieder zurück in ihr Zuhause gebracht wurde zum friedvollen Sterben. Sich öffnende Gefäße sind bei einer so alten Dame ein Zeichen des Abschieds. Da kann man natürlich noch monatelang die Frau quälen und immer wieder veröden (stellt Euch selbst an dieser Stelle mit 104 Jahren vor, wie man Euch regelmäßig den Schlauch in den Magen schiebt und während der Spiegelung verödet. Vielleicht betäuben sie Euch, vielleicht auch nicht. Kostet ja Geld, bis wir so alt werden, werden wir der Gesellschaft noch weniger wert sein als heute schon uns die alten Menschen in dem kaputt gesparten Pflegesystem.)

Die Familie fand das mit dem Krankenhaus gut, denn da war Oma doch versorgt. Meine Freundin hatte wohl einen leicht entgleisenden Moment als die Ärztin ihr hinsichtlich der gewünschten Entlassung entgegnete, dann würde die Oma aber jetzt sterben. Nach dem entgleisten Moment hatte diese dann auch verstanden, dass das durchaus ein unumstößlicher Lebensmoment sein könnte bei einer so alten Frau, den man sie in Würde zu Hause beschreiten lassen könnte. Manchmal liegt es in der Verantwortung der Angehörigen die Ärzte aus ihrem Heilzwang zu holen, dieser permanente Auftrag Menschen zu behandeln, zu heilen, der lässt Ärzte manchmal den Blick wohl auf die Realität verlieren. Angehörige, die das Sterben einer 104-Jährigen für sich ausklammern und unmögliche Erwartungen stellen, machen da die Arbeit nicht angenehmer. Man sollte sich der Verantwortung für einen Menschen, auch will man ihn nicht gehen lassen, durchaus bewusst sein.

Oma kam wieder in ihr Zuhause zurück, das ihr die Demenz-WG über die letzten Jahre geworden war und nahm der Enkeltochter das Versprechen ab, sie nicht alleine zu lassen. Und so blieben die beiden die letzte Woche mehr oder weniger – von Besuchen ihres Ehemannes, ihres Sohnes also Omas Urenkel und dem Hund – für sich und meine Freundin blieb bei ihr und begleitete sie rund um die Uhr. Ab und an guckten verschreckte Pfleger oder souveräne Pfleger rein, waren aber alle sichtlich froh mit der Aufgabe nicht alleine gelassen zu sein.

Der Rest der Familie ließ Oma alleine sterben. Obwohl meine Freundin – die nun im Hospiz arbeitet und daher durchaus weiß, wann sie einen sterbenden Menschen in seiner finalen Phase vor sich hat – ihnen sehr deutlich machte, dass Oma nun tatsächlich gehen wird. Der Rest der Familie meinte, Oma sei doch in guter Pflege in der Wohngemeinschaft. Gute Pflege bedeutet in dieser WG – und das wussten sie alle – dass dort ein Pfleger für sechs Personen alleine zuständig ist, von denen sich einige der Damen nicht mehr alleine bewegen können. Dass ein Pfleger in einer solchen WG nicht zwangsläufig Erfahrung mit dem Sterben hat (meist werden die Patienten dort, wenn es ihnen schlechter geht, in die Vollpflege in ein Pflegeheim übergeben), dass so ein Pfleger überhaupt keine Zeit hat am Bett zu sitzen und einer Sterbenden die Hand zu halten. Dass die Pfleger wohl nur ab und zu in das Zimmer gegangen wären, die Frau sicherlich liebevoll wie üblich versorgt hätten mit den nötigen Dingen, aber dass sie nun mal keine palliative Pflege machen könnten. Mindestens wegen dem Zeitmanagement.

Diese Familie, alle beiden Töchter, Enkel und Urenkel hätten die Oma dort (oder im Krankenhaus) alleine sterben lassen. Leute, die sich keinen Kopf machen, was es heißt, wenn in einem Altersheim eine Nachtschicht 60 Leute alleine versorgen soll, glauben an eine gute Pflege hierzulande. Im Vergleich zu vielen Altenheimen in diesem Land, wäre Oma vielleicht sogar dort noch richtig gut betreut gewesen. Niemand aus dieser Familie hatte bei Omas (unwürdiger) Beerdigung meine Freundin gefragt, wie Oma gestorben sei oder etwa, wie es meiner Freundin damit ginge. Sie war ja „in guter Pflege.”

Bei meiner Freundin hängen Fotos am Kühlschrank, die sie mit Oma zeigen. In ihrem Sterbebett. Beide gucken bei Oma im Bett auf diesen Fotos ganz fröhlich und lachen in die Kamera. Oma war ja nicht die ganze Zeit weggetreten, Oma schlief viel, Oma atmete zum Schluss schwer, Oma war aber zwischendurch immer wieder wach und machte Späße und wünschte ihrer liebsten und zu ihr immer so zuckersüß gewesenen Enkeltochter alles Liebe und dass sie immer glücklich sein möge! Oma hatte bis zum Schluss immer noch Liebe zu geben. Vielleicht hätte sie diese Liebe auch noch einmal mit ihren Töchtern, anderen Enkeln und Urenkeln geteilt und ihnen mit auf den Lebensweg gegeben. Aber diese besondere Chance der Liebe hat sich der Rest der Familie versagt. Und das ist es, was ich Euch mit diesem Text auf den eigene Weg geben möchte: Sterben kann manchmal viele schöne Dinge für das Leben der Anderen bewirken. Versagt Euch und Euren Angehörigen das nicht aus falscher Angst heraus!

Sonntag früh ist Oma dann eingeschlafen.

Ich bin traurig, dass ich nicht bei ihr sein konnte, weil ich an dem Wochenende nun gerade in Apulien war. Ich hätte gerne meine Freundin unterstützt und wäre gerne an der Seite dieser ganz besonderen, so liebevollen Frau gewesen, die so viel Liebe in ihre Enkeltochter verpflanzt hatte und ihr sehr viel von ihr mitgegeben hatte. Und die sie sehr sicher in den letzten Tagen sehr liebevoll begleitet und gut gepflegt hatte.

2017-06-20

Bed n' Breakfast I Tre Olivi, Guagnano



Der jüngste Aufenthalt in Apulien war vor allem der kleinen Gemeinde Guagnano gewidmet. Einer sehr kleinen Stadt mit knapp 6000 Einwohnern, die in Apulien im Salento in der Provinz Lecce liegt, knapp 20 Kilometer von der gleichnamigen Provinzhauptstadt Lecce entfernt. Guagnano liegt so etwas von mittig im Salento, zum Ionischen Meer sind es ca. 20 Kilometer wie auch zum Adriatischen Meer. Rund um und in Guagnano wird vorrangig Wein produziert, wir sollten in den nächsten Tagen noch viel Weinproduzenten besuchen und kennenlernen. Doch zunächst landeten wir nach einem etwas längeren Flug von zwei an der Insolvenz kratzenden Fluggesellschaften zuvorkommend betreut auf dem Flughafen Brindisi und hatten ein sehr lustiges Intermezzo, weil wir uns zunächst vom falschen Fahrer mitnehmen ließen.

Aber dann wurden wir im üblich zackigen italienischen Fahrstil, den ich so sehr wertschätze, schön eng hintereinander gereiht (keine Sekunde glaube ich an einen Erfolg von autonom fahrenden Autos in Italien) durch die Gemeinde Lecce gekurvt, die auf dem ersten Blick einen deutlich ärmeren Eindruck hinterlässt als ich ihn bei unserer Landung auf dem Flughafen Bari und Fahrt nach Ostuni hatte. Was nichts heißen muss.

Uns wurde vorab mitgeteilt, wir würden in einem Bed & Breakfast untergebracht werden. Zwei Journalistinnen aus Rom, eine weitere Mitreisende aus Berlin und ich, wir wurden in eines gefahren, das knappe drei Kilometer vor der kleinen Stadt liegt – der Bus hielt und wir wurden hinter der sich öffnenden Automatiktür von Rosalba Cairo und später ihrem Mann Franco empfangen mit einer Herzlichkeit, die ihresgleichen sucht, im: Casolare I Tre Olivi!



Was, wie sich später zeigte, ein wirklicher Glücksgriff war.





Ein wundervoll angelegter Garten mit eben jenen drei alten Olivenbäumen, die, mit weißen Steinen umrundet, das Zentrum des vorderen Gartenteils bilden, der mit einem großen Maulbeerenbaum, Guavenpflanzen



und noch viel mehr Grün ausreichend Schatten spendet. Einer der Steinkreise dient als Haus dieser Anwohnerin:





Dem öffentlichen Garten gegenüber liegt die Granatapfelplantage



umsäumt von weiteren jüngeren Olivenbäumen des I Tre Olivi.



Beide Anlagen getrennt von einer Auffahrt, die zum – wie die meisten Häuser im Salento äußerlich wenig spektakulär aber hochwertig restauriert wirkenden Wohnhaus führt.

Rosalba führte die beiden italienischen Journalistinnen in den hinteren Bereich des Gartens, sie waren in den beiden Apartments in der kleinen Remise einquartiert,



bat uns um etwas Geduld und führte uns kurz darauf durch ihren wundervollen und typisch italienischen Palazzo mit dicken Mauern, die angenehme Kühle spenden aus viel hochwertigem Stein und in seinem Inneren viel reizvoller wirkte als es von außen den Anschein hatte.



Eingerichtet mit viel Stil und Talent – vor allem die Antiquitäten, das erfuhren wir später, hatte Franco, Rosalbas Ehemann, selber augearbeitet. In einem der Zimmer im Haus werden noch unbearbeitete Raritäten gelagert und hinter dem Haus im großen Nutzgarten in seiner Werkstatt wieder zu echten Schmuckstücken gebeizt, geschliffen und geölt. Wer hier Urlaub macht, sollte besser gleich mit einem großen Fahrzeug kommen, denn es kann gut sein, dass man sich in eine der Antiquitäten verguckt.



Unsere beiden Gastgeber tun die Dinge mit viel Liebe und Herzlichkeit, genauso wurden wir von ihnen empfangen. Beide, nun im Rentenalter mit sechs Enkelkindern, das Siebente kommt im Oktober, haben in den letzten Jahren das mehr als restaurierungsbedürftige Haus mit ihren eigenen Händen wieder aufgebaut und wohnbar gemacht, mit viel Begeisterung die Gärten angelegt und sind so größtenteils zu Selbstversorgern geworden. Alles machen sie mit Freude und Leidenschaft, das spürt man, das zeigen Garten und Haus und so fühle ich mich als ihr Gast sehr willkommen!

Rosalba, die als typisches Gastarbeiterkind die ersten zwölf Jahre ihres Lebens in der Nähe von Nürnberg zur Schule ging, spricht übrigens immer noch hervorragend Deutsch, Franco spricht Italienisch und mit seinen Augen.



Der kleine lustige Hund bellt noch am Anfang und akzeptiert einen sofort freundschaftlich, sobald man seinen Bauch streichelt.



In Francos Werkstatt (rechts im obigen Bild) hatte die Hofkatze gerade ihre Jungen bekommen, direkt im angrenzenden Stall legen die Hühner die Eier, die wir morgens zum Frühstück in jeder gewünschten Form auf den reich gedeckten typisch italienisch süß gehaltenen Frühstückstisch serviert bekommen. Rosalba hat uns jeden Wunsch zum Frühstück von den Augen abgelesen.



Wir frühstückten immer draußen, je nach Uhrzeit und Hitzegrad unter der Markise seitlich oder unter dem schattigen Baum hinter dem Haus, immer wieder woanders, dieser große Garten macht es möglich.






Unsere Gastgeber leben ein echtes Bed & Breakfast-Leben, hier bucht man nicht nur die Zimmer – man lebt gemeinsam, wenn man das möchte. Ich fühle mich hier als sehr willkommener Gast, ein bisschen wie eine alte Freundin der Familie. Die Apartments in der Remise haben kleine Küchen, im Garten können der Grill und Holzkohleofen



mitbenutzt werden, die neu geschaffene Lounge im Garten lädt zum abendlichen Verweilen ein,



im Garten steht – nicht nur für die Enkel – eine Schaukel. Wer Lust hat, kann im Garten helfen. Wir reden in der (viel zu wenigen Zeit, die wir im Haus sind) viel über Land, Landschaft, Leute, Rosalba besorgt mir den leckeren Kaffee, der mir zum Frühstück so lecker schmeckt und zeigt mir stolz den Garten, wo unzählige viele Tomatenpflanzen stehen und die letzten Artischocken an den Pflanzen warten und die Obstbäume erste reife Früchte zeigen.





Franco schenkt mir zum Abschied liebenswerterweise noch einen seiner Granatapfelbaum-Setzlinge und schneidet mir Äste von der Maulbeere, die ich hoffentlich hier zum Wachsen überreden kann. Hätte ich Flaschen mit im Flugzeug transportieren dürfen, hätte ich mich sehr sicher noch von ihrem Olivenöl eingekauft.



Das Haus hat mehrere Zimmer von denen die Mitreisende ein großes Zimmer mit Balkon und Bad en suite bewohnen darf und ich ein riesengroßes Zimmer mit Empore, die als Zuwegung zu einer ebenfalls riesigen Sonnenterrasse dient,



während links neben der Tür eine Treppe hinunter in einen großen Raum führt, wo mein Bett steht.



Ich blicke von der Terrasse weit über das Land – vor allem über die große Landflächen der Cairos.





Das gleichfalls große Bad mit Jacuzzi liegt direkt neben dem Zimmer mit nur einem Schritt über einen Flur zu erreichen. Ich fühle mich sehr privilegiert hier wohnen zu dürfen! Alles ist sehr sauber und Rosalba lässt es sich nicht nehmen, sich jeden Tag um die Zimmer und Bäder zu kümmern. Im Bett falle ich sofort in den Schlaf nach den langen Tagen, von der Hitze draußen gänzlich unbehelligt.



Im unteren Teil des Hauses gibt es viele Bereiche





in denen man sich gemütlich aufhalten kann, eine große frei stehende Küche ist das Verbindungsglied der unteren Fläche – und wer würde hier nicht sofort sein Kochbuch produzieren wollen?



Rosalba und Franco Cairo haben hier ein Bed & Breakfast geschaffen in dem man sich sehr gerne aufhält und Ruhe tankt und das so zentral gelegen ist, dass man die wichtigen Städte, Sehenswürdigkeiten, das Meer und Hafenstädte, wie das schöne Porto Cesareo mit seinen vielen Fischläden, des Salento in wenigen Minuten mit dem Auto erreichen kann. Die Zimmer mit Frühstück kosten für zwei Personen 70,—/Nacht.

Ich, für mich gesprochen, würde dort sofort wieder Urlaub machen wollen, Granatäpfel ernten und mit Rosalba Marmelade einkochen. Der Aufenthalt bei den beiden hat meinen Ausflug in den Salento ganz rund und schön gemacht!

Casolare I Tre Olivi – Bed & Breakfast
Franco und Rosalba Caio
73015 Salice Saleneto (LE)

Zu buchen:
E-Mail: cairofamiglia@yahoo.it
Telefon: 00393 47 29369

Disclosure: Drei Tage durfte ich auf Einladung der Europäischen Gemeinschaft, der Region Apulien, die Gemeinde Guagnano und der Kultur- und Tourismuszeitschrift “Mediterraneo Spiagge” zu Gast sein im Salento, um Apulien und seine Menschen kennenlernen. Und erlaube mir nun Euch mitzunehmen auf meine (viel) zu kurze Reise.

Wegen viel schöner Wärme …

… habe ich heute einen niedlichen Blesshuhnplüscharsch im kühlen Nass für Euch:

2017-06-18

So Sachen …

Symbolbild:



Ihr erinnert Euch? Nun ist es erwiesen nach über drei Wochen Reisbad. Ich habe ihn getötet. Ich habe meinen heiß und innig und über alle Maßen geliebten Braun Pürierstab Braun MultiQuick 7 dummbackig um die Ecke gebracht. Er sagt nix mehr, kein Ton, kein Lämpchen leuchtet.

*seufz*
*seufz*
*seufz*

(Aus der Reise: manchmal ist Selbstliebe ein unmögliches Ding.)

2017-06-06

Apulische Mitbringsel – Ceci Neri



Die apulische Küche macht gerne feine Dinge mit Bohnen aller Art. So bekam ich unter anderem im ersten Aufenthalt in unserer sehr schönen Unterkunft Grand Hotel Masseria Santa Lucia am letzten Tag in einem der Gänge beim Mittagessen ein Saubohnenmousse mit Cicoria – ganz einfach, sehr lecker.



Cosima Santos, meine Übersetzerin, erklärte mir, dass es in Apulien eine besondere Spezialität gäbe und das seien schwarze Kichererbsen.



Schwarz im Essen kann ich gut leiden. Sepianudeln, schwarze Linsen, Schwarzkümmel ich mag das schon rein visuell! Also hielt ich meine Augen auf nach schwarzen Kichererbsen, fand sie beim Abflug auf dem Flughafen in Bari und hielt € 7,50 für 500 g Erbse für einen stolzen Preis, war aber leider dennoch nicht ausreichend verrückt diesem Angebot zu folgen.

Dieses Mal besuchten wir einen landwirtschaftlichen Betrieb, der biologisch (auch Wein) anbaut und nebenbei noch ein Bed & Breakfast sowie Restaurant betreibt – und eben die Produkte im anliegenden Laden verkauft. Dort standen dann noch zwei Säcke dieser Ceci Neri, einer etwas kleineren Vertreterin ihrer großen gelben Schwester



für unter zwei Euro und schwarze sehr kleine, poussierlich anmutende Linsen,





die ich dann an der Kasse zu den meinigen erklärte. (Dumm und dämlich hätte ich mich in diesem Laden an Mehl, Olivenölen, Oliven und Weinen kaufen wollen. Aber der viel zu kleine Trolley …)

Apropos Trolley, kleiner Tipp: am Ende der Reise die bereits getragene Kleidung schön flach aufeinander legen. Von einer Seite aus ganz eng aufrollen. Dann hat man nur noch einen kompakten Strang Klamotte im Koffer bzw. in der Tasche und deutlich mehr Platz in demselben für die vielen Dinge, die man aus fremden Ländern nach Hause bringen möchte. Mitbringsel aus Glas kann man gleich so ganz gut mit einrollen, dann sind sie perfekt geschützt.

Zurück zu den Ceci Neri. Claudio, also der Anonyme Köche-Claudio hat sie schon einmal verkocht. Und für das Magazin der Süddeutschen Zeitung hat Hans Gerlach sie mit Huhn und Blutorange gekocht. Ich indes habe noch gar keine Ahnung, was ich aus ihnen zubereiten möchte. Ich möchte sie erst einmal nur angucken und sehr schön finden.

Was so einen Einkauf durchaus rechtfertigt, finde ich!